Zwar war das Ziel, den Demonstrationstross der 350 Neonazis “Keinen Meter…” vorankommen zu lassen, am 3. 3. 2012 nicht zu erreichen. Aber ist das so tragisch?

Nein! Angesichts von 7200 Menschen, die sich aufrafften und zur Gegenkundgebung auf die Straße gingen, nicht.
Aufrufe wie unserer haben anscheinend doch mehr Münsteraner erreicht als wir zu hoffen wagten. Unserer Zählung nach kamen sogar mehr als 16 Gegendemonstranten auf einen Rechtsextremisten (16:1). Aber egal, ob es nun 7200 oder 5000 (WDR) waren: Wir und nicht die Braunen haben die Aufmerksamkeit der Medien bekommen! Das “Gutbürgerland” grüßt alle Journalisten. ;)

Nie wieder Faschismus, das brachten die vielen Tausend Demonstranten beeindruckend vielfältig zum Ausdruck. Alle Altersklassen, demokratischen politischen Spektren und religiösen Richtungen waren vertreten. Imponierend war, wie jung und alt, linksdemokratisch und christdemokratisch, christlich und jüdisch gestern Hand in Hand gegen Rassismus und Antisemitismus Gesicht zeigten! :-)

Wurde unser friedlicher Protest von den unentschuldbaren Ausrastern zugereister ultralinker Randalierer wirklich “überschattet”, wie manche meinen? Auch Nein! Angesichts der einhelligen Position der Mehrheit des antifaschistischen Widerstands gegen Gewaltanwendung müssen wir uns den Schuh nicht anziehen. Einen Keil in die Bewegung lassen wir nicht treiben.

Trotzdem schließen wir uns der Kritik an Münsters Polizei nicht an, sondern danken den umsichtigen und verständnisvollen Polizeibeamten, denen wir begegnet sind. Ein negatives Urteil über Gewalt- bzw. Pfefferspray-Vorkommnisse, die wir nicht mit eigenen Augen gesehen haben, maßen wir uns nicht an. Nach allem, was uns berichtet wurde, waren die 24 Festnahmen aber berechtigt.

Das Fazit unserer Jugendgruppe ist trotz der vereinzelten Misstöne positiv. Wenn nicht bestimmte Kräfte in der nächsten Zeit zu destruktivem kontraproduktiven Wirken übergehen und in alte Denkmuster zurückfallen, war der gestrige Tag der Auftakt zu einem neuen Zusammenhalt aller Personen und Organisationen auf einem gemeinsamen Nenner: Nicht zu schweigen, wenn menschenverachtende Rechtsextreme durch unser Münster ziehen!
Wir sind zuversichtlich, dass ausnahmslos allen gewaltfreien Projekten gegen Neonazismus geholfen wird.

5 Antworten auf Münster: 7200 Demokraten gegen 350 Neonazis!

  • Carsten Kremer sagt:

    Liebe WEISSE ROSE INFO Redaktion!

    Für DIE Aussage

    “Trotzdem schließen wir uns der Kritik an Münsters Polizei nicht an, sondern danken den umsichtigen und verständnisvollen Polizeibeamten, denen wir begegnet sind. Ein negatives Urteil über Gewalt- bzw. Pfefferspray-Vorkommnisse, die wir nicht mit eigenen Augen gesehen haben, maßen wir uns nicht an. Nach allem, was uns berichtet wurde, waren die 24 Festnahmen aber berechtigt.”

    ein ganz dickes DANKESEHR!

    Viel Erfolg weiterhin bei eurem christlich-konservativen Engagement gegen Rechtsextremismus!

    Freundlichen Gruß,

    Carsten

  • Holger P.-F. sagt:

    Gibt es also noch ein Lichtlein am Ende des Tunnels?

    Wenn ich mir Euer Blog anschaue, ja! :-) )))))))))))))))

    Weiter so!!!!!!!!!!!!

  • Hendrik, politisch Inkorrekter sagt:

    Hey alle miteinander!

    Zuerst dachte ich “bestimmt auch nur so linksextremistische Spinner”, aber dann habe ich gesehen, daß ihr, WR, auch gegen Islamismus und Linksextremismus aktiv seid. In diesem Lichte betrachtet ziehe ich meinen Hut vor euch und biete meine Hilfe an!

    Freundschaftliche Grüße nach Münster……. Hendrik

  • Wilfried sagt:

    Ehem, das letzte heute noch lebende Mitglied der “Weißen Rose”, Susanne Zeller-Hirzel, war bis vor kurzem im Vorstand von “Pax Europa”, einer antiislamischen Vereinigung.

    Die ist heute für genau das, wogegen ihr seid.

  • La Ivanka sagt:

    Hier ( http://www.wn.de/Muenster/Aufmarsch-am-Wochenende-Anwohner-kritisieren-Polizeieinsatz-bei-Nazi-Demo-in-Rumphorst )

    wird ein MS-Hagenfeld-”Anwohner” mit den Worten zitiert „Ich möchte nicht wissen, was jetzt in den _rechten Internet-Blogs_ abgeht.“

    Wir wissen es und ihr wisst es: Nichts! Denn in der Bloggosphäre sind die Faschos schwachbrüstig.

    Den Anwohner sollte aber interessieren was in _Internet-Blogs GEGEN Rechtsextremismus_ abgeht, z. B. in eurem! Doch dazu in den Lokalblättern kein Wort. Schwaches Bild der hiesigen Journaille!